Zu den dafür besonders anfälligen Punkten gehören Fensteranschlüsse, Ecken sowie Anschlüssen zu anderen Bauelementen. Um Kondensation innerhalb der Wandkonstruktion und in der Folge Schimmelbildung zu vermeiden, sollten die Dämmstoffe sorgfältig ausgewählt und eine schützende Dampfsperre lückenlos angebracht werden. Die Wahl der Dämmstoffe oder der passenden Dämmplatten wiederum hängt von den baulichen Faktoren und den individuellen Anforderungen ab. Innendämmungen sind in unterschiedlichen Systemen verfügbar und haben jeweils spezifische Vor- und Nachteile hinsichtlich Dämmwirkung, Feuchtigkeitsresistenz und Verarbeitung. „Auch wenn die Dämmung einer Innenwand im Allgemeinen günstiger ausfällt als die Dämmung einer Außenwand, variieren die Kosten für jede Form der Wärmedämmung stark – je nach Dämmmaterial, Umfang der Maßnahmen und dem Zustand des Gebäudes“, sagt Mülheim. Die gute Nachricht für Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer: „Über spezielle Förderungen lassen sich solche Sanierungsmaßnahmen unterstützen und die Investitionskosten reduzieren. Maßgeblich ist eine umfassende Beratung, um den größtmöglichen Vorteil nutzen zu können.“ Um eine Innenwanddämmung planvoll und bauphysikalisch sauber umzusetzen, braucht es ein gewisses Maß an Knowhow, wie der Immobilienexperte schildert. „Nur so lassen sich potenzielle Feuchtigkeitsprobleme und Wärmebrücken vermeiden – also Stellen, an denen die Wärme leichter nach außen entweichen kann.“ Mineralwolle: Glas- und Steinwolle dämmen ausgezeichnet – solange sie trocken bleiben. Eine Dampfbremsfolie für den Nässeschutz ist unerlässlich, um die Dämmwirkung sicherzustellen. Sie eignen sich für Wände, die keinen Kontakt mit Wasser oder hoher Feuchtigkeit haben. Mineralschaumplatten: Sie bestehen aus mineralischen Grundstoffen wie Sand, Kalk, Zement sowie Wasser und sind unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Dank ihrer hohen Kapillaraktivität können sie viel Wasser aufnehmen und wieder abgeben. Sie eignen sich besonders für feuchte Räume. Eine Dampfbremse ist nicht notwendig. Kalziumsilikatplatten: Diese Platten sind besonders kapillaraktiv, verhindern Schimmelbildung und können Feuchtigkeit bis zum Dreifachen ihres Eigengewichts aufnehmen. Das macht sie ideal für von Feuchtigkeit belastete Wände. Dämmarten und ihre Eigenschaften Aufbau der Innenwanddämmung Eine offensichtliche Herausforderung bei Wärmedämmung im Innenraum: Sie kostet Wohn- beziehungsweise Nutzfläche, weil Dämmmaterialien und Verkleidung Raum beanspruchen. Das ist besonders in kleineren Räumen und bei Immobilien mit insgesamt begrenzter Wohnfläche relevant. Der konkrete Verlust hängt von der Dicke der Dämmung ab. Generell gilt: Je effektiver die Dämmung, desto dicker ist sie meist, und desto mehr Innenraum geht demnach verloren. Dieser Aspekt sollte bei der Planung unbedingt berücksichtigt werden, um das optimale Gleichgewicht zwischen Energieeffizienz und Wohnkomfort zu finden. Dämmung Dampfsperre Beplankung/Putz Mauerwerk Fassade alter Innenputz 13
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