WIM – Das Wuppertaler Immobilien-Magazin

Welche Dämmung passt zum Gebäude? Eine energetische Sanierung hat verschiedene Optionen und hängt unter anderem von Mauerwerk, Budget, Optik und möglicher Feuchtigkeit ab. Ein Wärmedämmverbundsystem beispielsweise wird außen auf die Wand aufgebracht und anschließend verputzt. Vorgehängte, hinterlüftete Fassaden bieten Gestaltungsspielraum und helfen, Feuchtigkeit abzuhalten. Allerdings sind sie auch aufwendiger. Bei zweischaligem Mauerwerk kann eine Kerndämmung infrage kommen. Eine Innendämmung verändert die äußere Ansicht nicht und kann etwa bei denkmalgeschützten Gebäuden sinnvoll sein, braucht jedoch eine besonders sorgfältige Planung. Sind Gesetze maßgeblich? „Zu einer umfassenden Vorbereitung gehören auch mögliche Gesetzesvorgaben – die sollten Eigentümerinnen und Eigentümer immer vor Beginn der Arbeiten prüfen lassen“, rät Mike Mülheim. Das Gebäudeenergiegesetz etwa kann eine zusätzliche Dämmung verlangen: Bei mehr als zehn Prozent zu erneuernder oder neu zu verputzender Außenwandfläche müssen diese betroffenen Areale bestimmte energetische Anforderungen erfüllen. Für Außenwände gilt in der Regel ein maximaler U-Wert von 0,24 W/(m²K). Ausnahmen gelten eventuell bei beispielsweise denkmalgeschützten Gebäuden oder besonderen technischen beziehungsweise wirtschaftlichen Bedingungen. Gibt es Fördermöglichkeiten? Fördermöglichkeiten können die eigene Investition verringern. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert bestimmte energetische Einzelmaßnahmen an Bestandsgebäuden derzeit mit 15 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Ein individueller Sanierungsfahrplan bringt möglicherweise zusätzliche Vorteile. Wichtig: Aktuelle Bedingungen und Förderhöchstgrenzen vor Beauftragung prüfen. „Gut geplant, kann die Sanierung mehr leisten als eine optische Auffrischung“, sagt Mike Mülheim. „Sie schützt die Bausubstanz, verbessert die Energieeffizienz und erhält langfristig die Attraktivität und den Wert der Immobilie.“ Optionen der energetischen Fassadensanierung Wie lässt sich die Gebäudehülle energetisch optimieren? Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick. Fassadensanierung: Checkliste Bestandsaufnahme: Wo zeigen sich welche Art Schäden an der Fassade? Anschließend dokumentieren. Angebote einholen: Angebote mehrerer Fachbetriebe einholen. Klären, ob Gerüst, Energieberatung oder Genehmigungen erforderlich sind. Fördermöglichkeiten: Fördermöglichkeiten klären und Anträge rechtzeitig vor der Beauftragung des Fach- betriebs stellen. Innendämmung (verändert äußere Ansicht nicht, sinnvoll bei Denkmalschutz, sorgfältige Planung) Kerndämmung (für zweischaliges Mauerwerk) Dämmung der Dachflächen Wärmedämmverbundsystem (WDVS) (außen aufgebracht, verputzt) Erneuerung der Fenster (notwendig für Dichtheit) 13

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