WIM – Das Wuppertaler Immobilien-Magazin

Risse, abbröckelnder Putz, feuchte Stellen an der Fassade? Das sind mitnichten immer reine Schönheitsfehler. Sie können auf Schäden hinweisen, die sich mit der Zeit ausweiten und die Funktionen der Fassade beeinträchtigen können: Regen-, Frost- und Hitzeschutz sowie die Regulierung des Energieverbrauchs. Wer rechtzeitig eine Sanierung plant und umsetzt, trägt dazu bei, Bausubstanz sowie den Wert der Immobilie zu erhalten und die laufenden Kosten nicht unnötig zu vergrößern. Auch kleinere Auffälligkeiten bedürfen einer möglichst frühen, genaueren Prüfung. Während sich zum Beispiel loses Mauerwerk oder Verfärbungen zunächst aus sicherer Entfernung per Foto selbst dokumentieren lassen, sollte die Gesamtbeurteilung immer ein verlässlicher Fachbetrieb vornehmen, vor allem bei mehrgeschossigen Gebäuden oder schwer zugänglichen Fassaden. Von eigenen Tests mit Hammer oder Klebeband ist abzuraten, um die Oberfläche nicht weiter zu beschädigen. Ein hohler Klang beim Klopfen kann, muss aber nicht zwangsweise auf lose Stellen hindeuten, insbesondere bei einigen älteren Wärmedämmverbundsystemen. Welche Maßnahme ist sinnvoll? Die Fassade reinigen, grundieren und neu zu streichen – das gehört zu den Arbeiten mit dem geringsten Umfang. „Einen Neuanstrich können Eigentümerinnen und Eigentümer umsetzen, wenn es sich lediglich um kleine Schäden auf tragfähigem Untergrund handelt“, sagt Mike Mülheim, Abteilungsleiter Immobilienvermittlung der Sparkasse Wuppertal. „Sind größere Bereiche abgeplatzt oder zeigen sich viele Risse, müssen die schadhaften Stellen entfernt und der Untergrund neu aufgebaut werden.“ Für weniger Wärmeverlust und ein besseres Raumklima ist eine energetische Sanierung in Form von Dämmung ratsam. Sie wird von außen angebracht und mit neuem Putz oder einer Fassadenbekleidung kombiniert. „Kosten sollten immer für den individuellen Fall kalkuliert werden“, sagt Mike Mülheim. Je nach Maßnahme können diese ganz unterschiedlich ausfallen: Die Spanne reicht von vergleichsweise überschaubaren Ausgaben im niedrigen zweistelligen Bereich bis zu mehreren hundert Euro pro Quadratmeter. Treiber können etwa ein notwendiges Gerüst, schwer zugängliche Gebäudeseiten, Reparaturen am Mauerwerk oder Fensteranschlüsse sein. Fassadensanierung: Mehr als frische Farbe. 12

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