12 Die Immobilienpreise sind zumindest im Gebrauchtmarkt zurückgegangen, und die Zinsen liegen stabil bei unter vier Prozent. Viele denken deshalb über eine Wohnung als Geldanlage nach. Aber wie lässt sich prüfen, ob eine Immobilie zur Vermietung überhaupt das Richtige ist? Langfristige Geldanlage? So rechnet sich eine Immobilien-Vermietung © LBS/Sparkasse 2025 „Da gilt es zunächst einmal, die eigene Motivation zu prüfen“, empfiehlt Mike Mülheim, Leiter Immobilienvermittlung bei der Sparkasse Wuppertal. „Ein reines Renditeobjekt kann ganz anders aussehen als eine Wohnung, die ich jetzt oder später vielleicht auch selber nutzen möchte.“ Bei einem Renditeobjekt geht es dem Experten zufolge oft um die sichere Anlage eines Erbes oder den Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge aus dem laufenden Einkommen. Häufige Fälle für die optionale Eigennutzung sind die Anschaffung eines Studierenden-Appartements für den Nachwuchs, einer Ferienwohnung, die zeitweise selbst genutzt wird, oder einer barrierearmen Immobilie für den dritten Lebensabschnitt. Einsatz von Eigenkapital ist bei höherem Kaufpreis sinnvoll „Dank steigender Mieten und normalisierter Preise trägt sich ein Appartement im Idealfall inzwischen wieder selbst“, sagt Mülheim. Ohne Eigenkapital verursache eine Immobilie für 100.000 Euro bei 3,5 Prozent Zinsen und 1 Prozent Tilgung monatliche Finanzierungskosten von 375 Euro, die über die Vermietung wieder hereinkommen könnten. Bei einer größeren Wohnung sollten dennoch mindestens 20 Prozent Eigenkapital eingebracht werden – wie bei einer selbstgenutzten Immobilie auch. Zins und Tilgung werden dann bestenfalls ebenso von der Miete gedeckt, wie Mülheim schildert. Den Neubau will die Bundesregierung zusätzlich mit einer verbesserten Abschreibung ankurbeln: Aktuell können vermietete Neubau-Immobilien mit jährlich 5 Prozent degressiv abgeschrieben werden. Damit werden in den ersten Jahren erhebliche Steuervorteile erzielt. Erwerbsdatum oder Baubeginn müssen vor dem 1. Oktober 2029 liegen.
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